Holopoetry

 

Geboren aus dem hellen Licht –
zerbrechlich wie ein zartes Wort –
geflüstert hängend in geweihtem Raum,
schwebend wie Federn
aus einem Vogelnest, wie Staub,
der nur nicht fallen will.
Sanft und klar wie Apfelblüten
aber leichter als ein Traum –
frei von Stein und Stamm
und Stütze – ein Nebel,
ruhend in der Luft –
sich stützend auf den Atemzug –
aber leichter – leicht wie Licht.
Und wenn die Quelle erlischt –
zu Finsternis –
vergeht auch dieses Bild,
lautlos wie eine Seifenblase
und wartet –
erwartet die Geburt aus andrem Licht.

(aus: Ernst Hans Solis, Definities)